Bürgermeinungen
18.10.2016
Hermann Kroll-Schlüter
Staatssekretär a.D.
Präsident des Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienstes (ILD)
Vorstandsmitglied des Ökosozialen Forum Europa
 
Die Menschheit steht vor der Herausforderung, dass die Erde bis 2050 von 9 Milliarden Menschen bevölkert sein wird.
7,4 Milliarden Menschen leben heute, davon 80 % in Entwicklungsländern. Die Weltbevölkerung wächst. Es müssen mehr Nahrungsmittel produziert werden. 
Ausreichend Nahrungsmittel gibt es schon heute, aber ungenügende Verteilung, fehlende Kaufkraft und schlechte Infrastruktur, ungerechte Landverteilung, Kriege und Korruption führen zu dieser Katastrophe
4 Milliarden Menschen, also zwei Drittel der Menschheit haben zu wenig vom internationalen Handel. 3 Milliarden Menschen leben in bitterer Armut. Die Vorboten scharfer Konflikte sind auch bei uns angekommen: Kriege, Seuchen, Migrationen, Umweltprobleme, Terrorismus.
Fast 1Mrd. Menschen hungern und mehr als 2 Milliarden leiden unter Mangelernährung.
  75 % der Hungernden leben auf dem Lande, also dort, wo Nahrung produzierte wird - warum? Weil den Menschen dort Eigentum, Infrastruktur, hochwertiges Saatgut, Zugang zu Krediten und zu Bildung verwehrt werden. 
Mehr als 2,2 Millionen Kinder sterben jedes Jahr durch Mangel-oder Unterernährung.
Andererseits sind 1 Milliarde Menschen übergewichtig. 30 % einer jeden Ernte weltweit gehen verloren. 30 % aller Lebensmittel in den Industriestaaten werden weggeworfen.
 
24.03.2016
 Europa ist ein Krisenherd geworden. Europa ist nicht mehr Rettung, sondern Risiko. 
Die Europäische Union steckt in einer tiefen Krise, vermutlich in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. 
Welches Europa wollen wir? Europäischer Bundesstaat, Staatenbund, Staatenverbund? 
Europäische Integration ist die Suche nach Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geworden.  Die europäischen Krisen der vergangenen Jahre konnten für die Integration Europas nicht genutzt werden. 
Eurokrise und Flüchtlingskrise sind zwei Kernprobleme. Hier wird schon deutlich: Ohne Solidarität sind sie nicht zu lösen. Solidarität setzt aber Subsidiarität voraus. Hier liegt wohl ein fundamentales Defizit der Europäischen Union.
Bundespräsident Gauck sagt es so:
„Wir erleben zurzeit einen Rückzug auf nationale Antworten, die mancherorts gesucht und präferiert werden… Wir erleben eine Krise des Vertrauens, des Vertrauens in das politische Projekt Europa, so wie es bisher existiert… 
Die Populisten reüssieren zumeist, gerade weil sie die europäische Integration und die gemeinsamen Institutionen, besonders die gemeinsame Währung, aber auch Offenheit und Freizügigkeit zum Feindbild erkoren haben… 
…Der Kern des Unbehagens war und bleibt die Frage, wie weit die Bevölkerungen der einzelnen Staaten sich auch zu einer europäischen Identität bekennen wollen und können…   Hinzu tritt bei manchen das Gefühl der Entgrenzung durch die Globalisierung. So wird die Rückwendung zum nationalen Denken erklärlich, auch wenn wir glaubten, längst gelernt zu haben, dass wir als Europäer im Weltmaßstab nur als größere Gemeinschaft handlungsfähig bleiben und wettbewerbsfähig werden … 
Es geht um nichts weniger als die Grundlagen unserer Friedensordnung, um die Bedrohung unserer grundlegenden Werte und Haltungen und um unsere Sicherheit…
Trotzdem bleibt da noch die Frage nach der Rolle der Nation und ihres Verhältnisses zur Union. Wir wissen: Die Sorge, der Nationalstaat werde sich in einem künftigen Europa von selbst auflösen, sie entbehrt der Grundlage. Der Nationalstaat wird wichtiger Bezugspunkt für Identität und Identifikation bleiben. Und solange die Bürger Europas sich scheuen, mehr nationale Souveränität abzugeben, werden nun die Nationalstaaten umso mehr verpflichtet sein, gemeinsam mit Brüssel den Europagedanken zu verteidigen und angesichts neuer Herausforderungen mit Leben zu erfüllen.“
 
Hermann Kroll-Schlüter
März 2016
 
22.01.2016
 Als Ziel der kommunalen Neugliederung wurde Mitte der 60er Jahre genannt:  die Lebens- und Leistungsfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltung auf Dauer zu sichern.
Es wurde die Meinung vertreten, die eigentliche Schwachstelle des dt. Verwaltungssystems sei die Zersplitterung der kommunalen Selbstverwaltung. Die kleinen Gemeinden hätten kaum noch Handlungsfreiheit, besäßen weder eine reale Gestaltungskraft noch eine überzeugende Leistungsfähigkeit. Zwar hätten sie, wie es damals hieß, Gemütsvorteile, aber sie seien für eine erfolgreiche Kommunalpolitik zu klein.  Es müssten bessere Voraussetzungen für die planerische, funktionale, personelle und finanzielle Bedingung einer erfolgreichen Kommunalpolitik geschaffen werden.
In der alten Bundesrepublik Deutschland hatten 90% aller Gemeinden weniger als 5000 Einwohner.  In NRW waren es rund 80% der 2343 Städte und Gemeinden.
Das Ergebnis der kommunalen Neugliederung: aus 2297 kreisangehörigen Städten und Gemeinden wurden 373, aus 37 kreisfreien Städten 23, und aus 57 Kreisen 31.
Vor der Reform hatten die Kreise im Durchschnitt 40 Gemeinden und 5 Ämter, nach der Reform im Durchschnitt noch 12 Gemeinden und keine Ämter mehr.
 

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