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23.06.2018, 11:20 Uhr
Reflexion über Europa
von Hermann Kroll-Schlüter

Europäische Wurzeln: griechischer Geist, römisches Recht, Christentum und Judentum, Humanismus und Aufklärung.

Europa besteht aus vielen Nationen, Kultur und Traditionen, vor allem aber aus vielen verschiedenen Menschen. Was uns verbindet, sind unsere gemeinsamen Werte. Grundlage für sie ist die Menschenwürde. Jeder Mensch ist Gottes Ebenbild und beansprucht damit Personalität, Individualität und Freiheit.

Die europäische Union ist weltanschaulich neutral, aber nicht werteneutral.


Die europäische Union ist geprägt vom europäischen Menschenbild, und dieses gründet im Christentum und in der Aufklärung. Hier liegen die Wurzeln der unantastbaren Menschenwürde, der Menschenrechte, der rechtsstaatlichen Demokratie.

Die Eu als Gemeinschaften wird durch das Recht konstituiert. Die EU ist eine Rechtsgemeinschaft.

Das Europa der Regionen ist ein zukunftsfähiges Europa. Es bedeutet: Klare Aufgabenverteilung - Vielfalt und Eigenverantwortung - Identität und Vitalität - Ausgleich interner Spannungen und Wettbewerb - bürgernahe Verwaltung und globale Verantwortung.

Die Ressourcen aus denen Europa schöpfen könnte liegen dort, wo die Bürger Verantwortung tragen und politisch gestalten können. Das Europa der Zukunft die nationalen, regionalen und kommunalen Gestaltungskräfte zur Geltung kommen.

Europa bedeutet Vielfalt. Vielfalt braucht Verantwortung durch Subsidiarität.

Wie soll dieses Europa,diese Union, ein in Vielfalt geeintes Europa morgen aussehen, welche Strukturen und Institutionen soll es haben, welche Verfassung und demokratische Grundlage?Europa bzw. die Europäische Union müsste wissen, was sie sein will umso auf der Grundlage von Menschenwürde, Freiheit, Recht und Marktwirtschaft die Globalisierung mitgestalten zu können.

Europa hadert mit der Globalisierung. Und mit der Migration. Dies und die Unzufriedenheit mit der EU wird beantwortet mit einem Rückzug ins Nationale.

Die Nation(auch als Ausdruck geschichtlicher und kultureller Identität) ist nicht überholt, die Nationalstaaten sind Herren der Verträge, die Nationalstaaten werden nicht in die Vereinigten Staaten von Europa aufgehen.Erkennen müssen wir auch, das der Beitritt osteuropäischer Staaten vor allem für sie ein Schritt in die nationale Souveranität war.

„Nirgends sonst in Europa begriff oder begreift man die EU als eine Institution, die eine supranationale an die Stelle einer partikularen nationalstaatlichen Identität ersetzen könnte-im Gegenteil. Praktisch alle anderen etablierten Mitglieder, die Neuankömmlinge sowieso, sehen in der Gemeinschaft eine Garantie für die Wahrung beziehungsweise Festigung ihres Nationalstaates und damit ihrer partikularen Interessen. Auch deshalb sind seit den fünfziger Jahren sämtliche Versuche gescheitert, der Gemeinschaft das fehlende gemeinsame politische und militärische Fundament zu verpassen. Zu gravierensden Versäumnissen zählt das Scheitern einer gemeinsamen Einwanderungs-und ASYlpolitik… wer den Westen retten will, muss ihn von Grund aufreformieren…(Gregor Schöllgen)

 

Worauf es jetzt ankommt das ist die Verständigung über die Kernfragen der Zusammenarbeit.Die EU als eine Union von Staaten, die miteinander verbunden sind und einen Teil ihrer Souveränität vergemeinschaftet haben, diese EU steht vor großer Aufgaben und Herausforderungen, die die Europäer nur gemeinsam lösen können.

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